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Heuschnupfen: Symptome, Behandlungen und Tipps, um im Frühling besser durchzuatmen

Ah, der Frühling! Die Blumen blühen, die Bäume treiben aus und die Sonne zeigt sich wieder! Für viele Menschen ist das die schönste Zeit im Jahr – für andere aber leider die schlimmste… Denn mit dem Frühling kommt auch die Saison der Pollenallergien! Wenn deine Nase ständig läuft, dein Hals kratzt und du alle fünf Minuten niesen musst, leidest du wahrscheinlich unter Heuschnupfen. In diesem Artikel erfährst du alles über die Symptome, die besten Behandlungen und hilfreiche Tipps, wie du im Frühling wieder frei durchatmen kannst!

Symptome von Heuschnupfen

Heuschnupfen ist eine übertriebene Reaktion des Immunsystems auf eigentlich harmlose Stoffe – in diesem Fall auf Pollen. Dein Körper stuft den Pollen als Eindringling ein und startet eine allergische Reaktion. Ein Allergietest kann dir helfen herauszufinden, ob du wirklich an Heuschnupfen leidest. Typische Symptome sind:

  • Häufiges Niesen in Serien
  • Verstopfte Nase und teilweise auch Verlust des Geruchssinns
  • Allergische Bindehautentzündung: gerötete, geschwollene und juckende Augen
  • Reizhusten (weil der Schleim in den Rachen läuft)
  • Müdigkeit

Wie unterscheidet man Heuschnupfen von einer Erkältung?

Achtung, eine Pollenallergie ist nicht dasselbe wie eine gewöhnliche Erkältung – auch wenn einige Symptome ähnlich sind, etwa die laufende Nase! Eine Erkältung ist eine virale Infektion, die die oberen Atemwege betrifft – also Nase, Hals und Nebenhöhlen. Es gibt jedoch kleine Unterschiede, die dir helfen können:

Bei Heuschnupfen ist das Nasensekret meist klar und dünnflüssig, während es bei einer Erkältung eher dick und gelblich bis grün ist – nicht gerade appetitlich!

Heuschnupfen: Welche Behandlungen helfen wirklich?

Um Pollenallergien besser zu überstehen, gibt es mehrere Möglichkeiten. Das Wichtigste zuerst: Vermeide möglichst den Kontakt mit Pollen:

  • Schau dir unseren Pollenkalender an.
  • Aktiviere Pollenwarnungen in der App MeteoSwiss oder «Pollen-News»
  • Lüfte am besten früh morgens oder direkt nach einem Regenschauer.

Natürliche Mittel gegen Heuschnupfen

Wenn du nicht sofort zu Medikamenten greifen möchtest, kannst du es zuerst mit natürlichen Mitteln gegen Pollenallergien versuchen:

  • Kräutertees wie Brennnesseltee oder grüner Tee können die Beschwerden lindern.
  • Bestimmte Nahrungsmittel helfen ebenfalls:
    • Kurkuma, ein starkes natürliches Entzündungshemmer
    • Probiotika, um dein Immunsystem zu stärken

Medikamente gegen Heuschnupfen: Antihistaminika

Antihistaminika blockieren die Wirkung von Histamin – der Substanz, die dich niesen und tränen lässt, sobald du mit Pollen in Kontakt kommst. Diese Medikamente können die Symptome stark reduzieren. Allerdings können sie müde machen – zumindest die älteren Wirkstoffe. Die neueren Antihistaminika der zweiten Generation verursachen diese Nebenwirkungen kaum noch.

Wenn du Antihistaminika nehmen willst, solltest du dich mit deinem oder deiner Hausärzt:in oder Allergolog:in absprechen.

Nasale Kortikosteroide bei Heuschnupfen

Nasensprays mit Kortikosteroiden (z.B. Fluticason, Mometason, Budesonid) wirken stärker und bekämpfen die Entzündung der Nasenschleimhaut schnell.

Diese Medikamente haben jedoch auch Nebenwirkungen: Nasenbluten, Reizungen oder eine geschwächte Nasenschleimhaut bei längerem Gebrauch. Deshalb sollte die Anwendungsdauer begrenzt sein. Auch hier ist ein Gespräch mit deinem oder deiner Ärzt:in oder Allergolog:in ratsam.

Allergie-Immuntherapie (Hyposensibilisierung)

Eine weitere Möglichkeit ist die Desensibilisierung, auch als spezifische Immuntherapie bekannt. Dabei wird dein Körper langsam an das Allergen (Pollen) gewöhnt – meist über drei Jahre hinweg mit Tabletten oder Spritzen. Diese Methode wirkt nachhaltig und kann die Symptome für viele Jahre deutlich lindern.

Welcher Heuschnupfen-Typ bist du?

Welche Methode für dich am besten ist, hängt von der Schwere deiner Symptome ab. Bei leichter Allergie helfen oft natürliche Massnahmen und Prävention. Wenn du aber jedes Jahr im Frühling nonstop schniefst, könnten Medikamente wie Antihistaminika oder Kortikosteroide sinnvoll sein. Und wenn du eine langfristige Lösung ohne Nebenwirkungen suchst, könnte die Immuntherapie das Richtige für dich sein.

In jedem Fall empfehlen wir dir, einen Termin bei einem oder einer Allergolog:in zu vereinbaren. So findest du die für dich passende Behandlung – damit du den Frühling wieder geniessen kannst!

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