Wenn du schwanger bist oder gerade erst erfahren hast, dass du ein Baby erwartest – erstmal: Herzlichen Glückwunsch! 🍼✨ Neben den vielen neuen Gedanken, Gefühlen (und vielleicht auch Gelüsten nach Essiggurken und Schokolade), kommen jetzt auch ein paar organisatorische Themen auf dich zu. Eines davon: der Mutterpass.
Was ist eigentlich ein Mutterpass in der Schweiz?
Der Mutterpass ist dein persönlicher Gesundheitsbegleiter während der Schwangerschaft. Er enthält alle wichtigen medizinischen Informationen zu dir und deinem Baby – von der ersten Untersuchung bis zur Geburt. Dazu gehören z. B. Blutwerte, Ultraschallbefunde, Informationen zu möglichen Risiken oder Komplikationen und natürlich der errechnete Geburtstermin.
Kurz gesagt: Ein kleines Heft oder eine digitale Übersicht, in dem alles gesammelt wird, was für deine Schwangerschaft wichtig ist.
Gibt es in der Schweiz überhaupt einen Mutterpass?
Ja, aber er ist nicht verpflichtend wie in anderen Ländern (z. B. in Deutschland). In der Schweiz ist der Mutterpass eher eine freiwillige Ergänzung – aber eine, die viele Gynäkolog:innen und Hebammen empfehlen. Gerade wenn du oft unterwegs bist oder eine Risikoschwangerschaft hast, kann es von Vorteil sein, einen Mutterpass zu führen.
Papier oder digital – welche Optionen hast du?
Traditionell wird der Mutterpass in der Schweiz als kleines Heft oder A5-Dokument geführt, das du physisch bei dir trägst. Manche Arztpraxen bieten ihn direkt an. Aber – wie so vieles heutzutage – gibt es auch digitale Alternativen, zum Beispiel Apps oder Webplattformen wie BabySoon, auf denen du deine Daten sicher speichern und jederzeit abrufen kannst. Frag einfach mal bei deiner Frauenärztin oder deinem Frauenarzt, oder auch bei deiner Hebamme nach, welche Variante sie unterstützen.
Wozu ist der Mutterpass gut?
Ganz ehrlich: In der Schwangerschaft kann man schnell mal etwas vergessen. Der Mutterpass hilft dir dabei, alle wichtigen Infos auf einen Blick parat zu haben – zum Beispiel bei Notfällen, neuen Arztterminen oder wenn du in einer anderen Praxis untersucht wirst.
Ausserdem ist er ein tolles Erinnerungsstück. Viele Mamas bewahren ihren Pass sogar als kleines „Baby-Tagebuch“ auf.
Hier ein paar handfeste Vorteile:
- Alle medizinischen Infos an einem Ort
- Hilfreich bei Notfällen oder Arztwechseln
- Übersicht über Untersuchungen und Impfungen
- Gute Vorbereitung auf Geburt und Nachsorge
- Persönliches Erinnerungsstück an deine Schwangerschaft
Welche Informationen stehen im Mutterpass?
Typischerweise findest du im Mutterpass folgende Infos:
- Persönliche Daten (Name, Blutgruppe etc.)
- Schwangerschaftsverlauf und -wochen
- Ultraschallbefunde
- Ergebnisse von Laboruntersuchungen (z. B. Toxoplasmose, Röteln)
- Angaben zu deiner Gesundheit (z. B. Vorerkrankungen, Allergien)
- Gewichtsentwicklung und Blutdruck
- Infos zum Baby: Herztöne, Grösse, Lage
- Empfehlungen zu Ernährung, Bewegung, Geburt
Je nachdem, welche Version du nutzt, können die Inhalte leicht variieren.
Ist der Mutterpass in der Schweiz Pflicht?
Nein, der Mutterpass ist in der Schweiz Pflicht. Aber vielleicht lohnt sich der Gedanke trotzdem: Ob als Heft oder digital auf deinem Smartphone – so ein Überblick kann dir viel Stress und Unsicherheit ersparen. Vor allem, wenn du dein Kind in einer anderen Klinik entbinden möchtest als dort, wo du in Betreuung bist.
Klein, praktisch und hilfreich
Ob du den klassischen Mutterpass nutzt oder lieber zur digitalen Variante greifst – das kleine Heft kann dir echt den Alltag erleichtern. Und am Ende deiner Schwangerschaft hast du nicht nur ein Baby in den Armen, sondern auch ein kleines Heft voller Erinnerungen an diese besondere Zeit.
Also, frag beim nächsten Termin doch einfach mal dein:e Gynäkolog:in oder Hebamme nach dem Mutterpass. Es lohnt sich!